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Archiv der Kategorie Videos

Dresden Nazifrei 2011

2010 - Schach! 2011 - Schach matt!

Mit der Reichsbahn in den Tod

Auschwitz - Song of the Children


Der Transport von Millionen Menschen aus den Ghettos und Deportationszentren zu den Vernichtungslagern erforderte die Entwicklung eines genau abgestimmten Fahrplans für mehrere hunderttausend Kilometer Bahnstrecke und einige tausend Eisenbahnwaggons sowie den koordinierten Einsatz einer Vielzahl verschiedener willfähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Reichsbahn.

Die Deutsche Reichsbahn und der Holocaust

In der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur von 1933 bis 1945 verantworteten die Entscheidungsträger und Funktionäre der Deutschen Reichsbahn (DR), die dem Reichsverkehrministerium (RVM) unterstellt war, den Transport von mehreren Millionen Menschen in westeuropäische Durchgangslager und osteuropäische Ghettos, in Konzentrations- und Vernichtungslager, zu den Mordstätten in der Nähe der lettischen Hauptstadt Riga oder nach Minsk/Weißrussland. Schätzungen zufolge wurden allein zwischen 1941 und 1945 etwa drei Millionen Menschen mit Zügen der Deutschen Reichsbahn in den Tod geschickt.

Koordination der Todestransporte

Planung und der Ablauf der Deportationen lagen in den Händen des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Reichsbahn, die konkrete Durchführung überließ man den lokalen Gestapo-Stellen. Das RSHA war im September 1939 aus der Zusammenlegung von Sicherheitspolizei (Geheime Staatspolizei und Kriminalpolizei) und dem Sicherheitsdienst der SS entstanden. Das Referat IV B 4 (Juden- beziehungsweise Räumungsangelegenheiten) im RSHA, geleitet durch Adolf Eichmann, fungierte als Auftraggeber der Deportationszüge. Hier wurden auch der zu deportierende Personenkreis, seine Gesamtzahl und der konkrete Termin für die “Umsiedlung” festgelegt. Ausführende Instanz der Anweisungen des RSHA war die Gestapo, die die Menschen schriftlich oder mündlich über den Zeitpunkt ihrer “Umsiedlung” informierte oder in ihren Wohnungen “abholte” und in Sammellagern konzentrierte. In Berlin existierte beispielsweise im Jüdischen Altersheim in der Großen Hamburger Straße im Bezirk Mitte ein solches Sammellager; von dort aus wurden die Menschen zur “Verladestelle” des Berliner Bahnhofs Grunewald gebracht und nach Auschwitz deportiert.

Vier Reichspfennig pro Person

In der Betriebsabteilung der Reichsbahn wurden die Fahrpläne für diese Transporte ausgearbeitet. Die Deportationen erfolgten mit Sonderzügen und mit Waggons, die zum Teil auch an Züge des regulären Personenverkehrs angehängt werden konnten, je nach Umfang der zu verfrachtenden Menschen. Die Reichsbahn legte den üblichen Fahrtarif von vier Reichspfennig pro Person und Schienenkilometer zugrunde, für Kinder wurde ein verbilligter Fahrpreis in Rechnung gestellt. Bei der Belegung eines Zuges mit mindestens 400 Menschen galt ein “Rabatt” von 50 Prozent. Die Kosten für den jeweiligen Transport trug zwar das RSHA, doch dieses griff auf Gelder zurück, die ursprünglich aus den konfiszierten Mitteln der Deportierten stammten. Es war ein rentables Geschäft für die Deutsche Reichsbahn, da Juden aus ganz Europa verschleppt wurden, die weite Fahrtwege zurücklegen mussten. 560 Kilometer Entfernung liegen zwischen Auschwitz und Berlin, etwa 1.000 Kilometer zwischen Auschwitz und Frankfurt am Main. Zudem waren die Züge völlig überfüllt, 1.000 bis 2.000 Menschen wurden in den Waggons während eines einzigen Transports zusammengepfercht.

Hunger und Durst

Der Transport erfolgte anfangs in Güter- oder Personenwagen, schließlich sogar in Viehwaggons. In einem besser ausgestatteten Personenwagen war das Begleitpersonal untergebracht, meist Angehörige der Ordnungspolizei. Die Deportationszüge waren zum Teil in den alltäglichen Personenverkehr integriert. Eingepferchte Männer, Frauen und Kinder litten unter ständigem Hunger und Durst und mussten in den Wintermonaten ohne Beheizung ausharren. Überlebende berichteten immer wieder, dass gerade der Durst nach tagelangen Fahrten zu den quälendsten Erinnerungen zählte. In ihrer Verzweiflung sollen Mütter ihre kleineren Kinder aus dem Zug geworfen haben, in der Hoffnung dass sie überleben. Transporte für die Wehrmachtstruppen an der Front hatten jederzeit Vorrang, aus diesem Grund konnte es geschehen, dass Züge mitten auf der Strecke oder auf einem Nebengleis auf die Weiterfahrt warten mussten.

Um eine möglichst optimale Auslastung der Züge zu gewährleisten, brachten sie bei der Rückfahrt aus Auschwitz Kleidung oder Wertgegenstände der Inhaftierten und Ermordeten nach Deutschland, wo sie an die ausgebombte Bevölkerung verteilt wurden. Es existierten zudem SS-Eisenbahnbaubrigaden (”KZ auf Schienen”), in denen ab 1944 KZ-Häftlinge unterkamen, um nach Bombenangriffen zerstörte Gleisanlagen auszubessern, wobei die Wiederherstellung der Schienenwege in der Verantwortung der Reichsbahn lag.

VirtualVoices by GELSENZENTRUM - The Channel

27. Januar 2009 - Internationaler Holocaust Gedenktag
2. Tewet/Schwat Kaddish Day for Victims of the Holocaust

→ Holocaust Remembrance Day

Internationaler Holocaust-Gedenktag

27. Januar 2009 - Internationaler Holocaust-Gedenktag

Zur Erinnerung an die Millionen von Opfern des Holocaust. Rembrance the Millions of Victims in the Shoa. Remember all the victims of violence and war until today.

Kaddisch, intoniert von Ofra Haza, born November 19th, 1957 - She died 23 February 2000. Geb. 25 Cheshvan 5718 - gest. 18 Adar 5760

“Ofra: “The song was inspired by the prayer of the Jewish people, which takes us back thousands of years. The main idea the prayer raises is that acceptance of all the Creator does is beneficial for the soul. Kaddish is a prayer said ([by the mourners) upon a person’s death.

For all victims of the Holocaust - kaddish.
For all victims of war and violance - kaddish.

A small prayer which carries within it all the sorrows of the world, on angels’ wings. The writing of the song is in English and also in a very ancient language - Aramaic.”

An unique interpretation of Kaddish, sung live at Montreux Jazz Festival 1990, a song from “Desert Wind”, written by Ofra Haza & Bezalel Aloni.

Weihnachtsbaum und Hakenkreuz

Weihnachten im Nationalsozialismus

Ein Querschnitt durch die Ereignisse und Meldungen an den Weihnachtstagen zur Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945 in Gelsenkirchen und anderswo…

Nationalsozialistische Rundfunk-Propaganda: Hören sie hier einen Auschnitt aus der Weihnachts-Ringsendung des “Großdeutschen Rundfunks” vom 24. Dezember 1942.

Die “Weihnachtsringsendung” des Großdeutschen Rundfunks schaltete vom Eismeerhafen in Lappland nach Kreta, vom U-Boot-Stützpunkt am französischen Atlantik auf die Krim. Überall meldeten sich deutsche Soldaten, und einer nach dem anderen fielen die Außenposten des Dritten Reiches in den gemeinsamen Gesang von “Stille Nacht” ein.


GELSENZENTRUM: Weihnachtsbaum und Hakenkreuz

Schneewittchen in Auschwitz

KZ-Leiden im Comic-Format: Das Leben der Dina Babbitt

Dina Gottliebova Babbitt

Bild: Los Angeles Times

Dank ihres Talents entkam sie dem Tod: Weil Dina Babbitt Schneewittchen besonders hübsch zeichnete, erkor SS-Arzt Mengele die Jüdin, Porträts seiner Opfer zu malen. Jetzt widmen berühmte US-Zeichner ihrer Geschichte einen Comic - der ihr helfen soll, alle Bilder aus der KZ-Zeit zurückzuerhalten. Es ist eine Geschichte wie aus einem sehr dunklen Märchen. Im Herbst 1943 wurde die 21-jährige Prager Jüdin Dina Gottliebova gemeinsam mit ihrer Mutter nach Auschwitz deportiert. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Frauen schon zwei Jahre im sogenannten “Transitlager” Theresienstadt hinter sich. Dort fiel sie Mengele auf. Sie hatte in einer der Kinderbarracken, in der die Nazis jene Kinder einpferchten, die sie als “nicht arbeitsfähig” einstuften, mit geschmuggelten Farben heimlich ein Bild von Schneewittchen und den sieben Zwergen gemalt - basierend auf Disneys Zeichentrick-Film.

Mengele suchte nach einer Künstlerin für Porträts seiner Opfer. Schwarz-weiße Fotos waren ihm nicht realistisch genug. Unter der Bedingung, dass sie und ihre Mutter von der Vergasung ausgenommen würden, malte Dina Gottliebova über ein Jahr lang - bis zu einem der berüchtigten Todesmärsche 1945. Sie malte Bilder von Mengeles grausamen Experimenten und Opfern sowie gelegentlich auch von Angehörigen der Lagerwachen. Nach der Befreiung durch die Sowjetarmee ging Gottliebova in die USA und wurde Animatorin bei Warner Brothers.

Quelle: Spiegel Online

Weiterlesen und Fotostrecke auf Spiegel Online:
COMIC FÜR KZ-KÜNSTLERIN

Video: Dina Babbitt


Video

Reise nach Buchenwald

Film von der Gedenkveranstaltung zum 62. Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald am 15. April 2007. Ehemaligen Häftlinge singen das “Buchenwaldlied”.

Erfahren Sie mehr über das KZ Buchenwald - Auch in Gelsenkirchen befand sich ein Außenlager des KZ Buchenwald. Das Gelsenberg-Lager in Gelsenkirchen-Horst befand sich 1944 auf dem Gelände der Gelsenberg Benzin AG.
Link: GELSENZENTRUM - Das Gelsenberg-Lager

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