Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Gelsenblog - Ein Projekt von GELSENZENTRUM E. V. für Oktober, 2011.
- … über den Tellerrand (182)
- Arbeitskreis Stolpersteine Gelsenkirchen (78)
- Ausstellung Zeitgeist (11)
- Gelsenkirchen Allgemein (137)
- Kultur Gelsenkirchen (74)
- Stadtgeschichte Gelsenkirchen (82)
- Veranstaltungskalender Ruhr (69)
- Videos (7)
- 20.2.2012: Erinnerung vor den Türen der Häuser
- 12.2.2012: Zwei Lieben - Lesung mit Rainer Vollath in Gelsenkirchen
- 28.1.2012: Die Erinnerung wach halten
- 20.1.2012: Erinnerung an Wannseekonferenz vor 70 Jahren
- 18.1.2012: Nazis stören Kundgebung in Gelsenkirchen
- 16.1.2012: Großbrand: Bisher keine Hinweise auf politisch motivierte Tat
- 9.1.2012: Gedenken an den Holocaust
- 9.1.2012: 70. Jahrestag der Deportationen von Gelsenkirchen nach Riga
- 6.1.2012: Woche der Erinnerung in Gelsenkirchen
- 4.1.2012: Stadtgeschichte: Das "Judenhaus" an der Markenstrasse 29
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
- Dezember 2006
- 0
Archive für Oktober 2011
Erinnerung braucht Pflege
30.10.2011 von Gelsenzentrum.
Stadt Gelsenkirchen lässt Gräber von NS-Opfern herrichten
Bekanntlich mahlen die Mühlen der meisten Stadtverwaltungen sehr langsam. Das es auch anders geht, hat jetzt die Stadt Gelsenkirchen gezeigt. Nachdem die Gelsenkirchener Gruppe der VVN/BdA kürzlich in einem Brief an die Stadt den schlechten Pflegezustand eines Grabfeldes auf dem Ostfriedhof hingewiesen hatte, hat die Stadt jetzt schnell und unbürokratisch Abhilfe geschaffen.
Das Grabfeld, auf dem nach Gelsenkirchen verschleppte Zwangsarbeiter bestattet sind, die hier zwischen 1941-1945 durch Gewalt, Hunger und Krankheit zu Tode gekommen sind, wurde jetzt von Gelsendienste wieder in einen würdigen Zustand versetzt. Die Grabsteine wurden von Moos und Verschmutzung gereinigt, mit Steinplatten eingefasst und neu bepflanzt, auch Rasen wurde neu eingesät.
Der Rote Emscherbote schreibt:
→ Zwangsarbeiter-Gräber auf dem Ostfriedhof in Hüllen werden gepflegt
Geschrieben in Stadtgeschichte Gelsenkirchen | Drucken | Keine Kommentare »
Stolperstein-Initiative erinnerte an “Polen-Aktion”
30.10.2011 von Gelsenzentrum.
Nur wenige Teilnehmer bei Gedenkveranstaltung
Gelsenkirchen. Nur einige wenige Menschen nutzten die Chance, am Freitag Abend jüdischen Opfern des NS-Terrors ein ehrendes Andenken zu erweisen.
Die örtliche Stolperstein-Initiative erinnerte zum Abschluss der diesjährigen Stolperstein-Putzaktion in der Gelsenkirchener Kolpingstrasse an die so genannte “Polenaktion” , einer großangelegten Ausweisungsaktion von Menschen aus dem deutschen Reichsgebiet, von der am 28. Oktober 1938 rund 17.000 Juden jeden Alters betroffen waren. Daruter befanden sich auch rund 80 Menschen jüdischer Herkunft aus Gelsenkirchen. Diese Ausweisungsaktion der Nazis war der Auftakt zur Vernichtung der europäischen Juden.
Der heute in den USA lebende Herman Neudorf ist der einzige Gelsenkirchener Jude, der von der Ausweisungsaktion noch aus eigenem Erleben berichten kann. Seine Gedanken zum 28. Oktober wurden gestern an der Kolpingstrasse von Heike Jordan, die als Projektleiterin die Stolperstein-Initiative in Gelsenkirchen ehrenamtlich betreut, verlesen.
→ Herman Neudorf: Meine Gedanken zum 28. Oktober 1938
Geschrieben in Arbeitskreis Stolpersteine Gelsenkirchen | Drucken | Keine Kommentare »
Erinnerung an NS-Terror gegen Juden
24.10.2011 von Gelsenzentrum.
Stolperstein-Putzaktion endet mit Gedenkveranstaltung
Mit der Stolperstein-Putzaktion, die am Freitag den 28. Oktober um 18:00 Uhr an der Kolpingstrasse an den dort verlegten Stolpersteinen mit einer kleinen Gedenkveranstaltung ihren Abschluß findet, soll auch in diesem Jahr an die Opfer der so genannten “Polen-Aktion” erinnert werden.
Bei der von den Nationalsozialisten als “Polen-Aktion” bezeichneten Abschiebung wurden am 28. Oktober 1938 deutschlandweit mehr als 17.000 Juden in das deutsch-polnische Grenzgebiet verschleppt. In Gelsenkirchen waren 80 Juden von der Austreibungsaktion betroffen. Diese Diskriminierungsmaßnahme des NS-Regimes stellte ein ersten Höhepunkt der physischen Verfolgung der jüdischen Minderheit dar und war der Auftakt zur Vernichtung der europäischen Juden.
Etwa eine Woche nach der Ausweisung seiner Eltern im Rahmen der so genannten “Polen-Aktion” erschoß der 17jährige Herschel Feibel Grynszpan aus Verzweiflung darüber und um die Welt aufzurütteln einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Paris. Diese Tat nahmen die Nationalsozialisten bekanntermaßen zum Anlaß, um die Pogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland zu initiieren. Vor dem Hintergrund der antijüdischen Novemberpogrome 1938 sind die Vorgänge um diese bis dato größte Ausweisungsaktion in der deutschen Geschichte fast völlig vergessen.
Die Projektgruppe Stolpersteine Gelsenkirchen ruft zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung auf.
Quelle: Presse- und Medienmitteilung der Projektgruppe Stolpersteine Gelsenkirchen
Dokumentation: → Vertreibung der polnischen Juden aus Deutschland 1938
Siehe auch: → Stolpersteine - Erinnerung an NS-Terror gegen Juden
Geschrieben in Arbeitskreis Stolpersteine Gelsenkirchen | Drucken | Keine Kommentare »
Nazis schmieren Hakenkreuze an Falkenheim
18.10.2011 von Gelsenzentrum.
Nazis beschmieren Fritz-Erler-Haus in Gelsenkirchen-Hassel
Das Falkenheim “Fritz-Erler-Haus” in Gelsenkirchen-Hassel wurde in der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober 2011 massiv mit Hakenkreuzen und Nazi-Parolen beschmiert. Ebenso wurden Autos, die in unmittelbarer Nähe parkten, durch Farbschmierereien beschädigt. Der Schaden am Gebäude wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.
In der Pressemitteilung der Polizei liest sich das so:
Graffitischmierereien an Fahrzeugen im Bereich Hassel.
Bisher unbekannte Täter beschädigten in der Zeit zwischen Montagabend 20:00 Uhr und Dienstag gegen 01:00 Uhr insgesamt 14 geparkte Fahrzeuge im Bereich Flachsstraße, Rockenstraße, Am Freistuhl, Polsumer Straße im Stadtteil Hassel mit Graffitischmierereien. Mit weißer Lackfarbe sprühten sie Hakenkreuze auf Seitenscheiben und Motorhauben. Auch das Heim der Falkenjugend ( Fritz-Erler-Haus) ,Am Freistuhl 4, wurde mit schwarzer Farbe und ähnlichen Schriftzügen beschmiert. Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten sich bei der Polizei unter der Rufnummer 0209/ 365-8502 oder -8240/Kriminalwache zu melden. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.
Weitere Infos: → Angriffe auf Einrichtungen der Falken
Geschrieben in Gelsenkirchen Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Wider dem Vergessen - Novemberpogrome 1938
11.10.2011 von Gelsenzentrum.
Gedenken und Erinnern an die Opfer der Pogromnacht
Auch in diesem Jahr finden an vielen Orten in Deutschland Veranstaltungen zum Gedenken an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger statt, die in der so genannten “Reichskristallnacht” vom 9. auf den 10. November 1938 Opfer der rassistisch motivierten Gewalttaten gegen Leib, Leben und Eigentum wurden - so auch in Gelsenkirchen.
In Gelsenkirchen beginnt die diesjährige - von der Demokratischen Initiative getragene - Veranstaltung zum Gedenken an die Pogromnacht um 18:30 Uhr am Südeingang des Gelsenkirchener Hauptbahnhofes in der Neustadt. Dort formiert sich ein Schweigezug, der zur Begegnungsstätte “Alter Betsaal” an der Von-der-Recke-Straße 9 zieht. Halt macht der Schweigezug an der Grasreinerstraße bzw. Klosterstraße, dort ist eine Kundgebung mit einer Rede von Oberbürgermeister Baranowski geplant.
Der gemeinnützige Verein Gelsenzentrum e.V. ruft die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an den Kundgebungen und Gedenkveranstaltungen demokratischer Organisation und Gruppierungen zur Erinnerung und zum Gedenken an die jüdischen Menschen auf, die 1938 in vielfältiger Form zu Opfern der Novemberpogrome wurden. “Wir müssen wachsam sein und uns entschlossen und gemeinsam gegen das Vergessen, gegen Extremismus, Rassismus, Antisemitismus und gegen Gewalt stellen - und das nicht nur am Jahrestag der Pogrome“, so Andreas Jordan, Vorsitzender des Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte in Gelsenkirchen.
→ Die Novemberpogrome 1938 in Gelsenkirchen
Geschrieben in Stadtgeschichte Gelsenkirchen | Drucken | Keine Kommentare »

